Teufelsblick 6~

Hey Leute, mal ne kleine verspätung mit der geschichte heute o.o 

Sollte eigentlich gestern bloggen, kam nur nich zu 😀 Entschuldigt bitte, außerdem bedanke ich mich bei eurer Geduld 🙂

Hier nun der lang ersehnte Part 6 😉

Chapter 6

„Nein, nein, nein, nein!“, oftmals flehte ich darum, nicht dorthin zu fahren. Vergeblich. Die Männer hielten zwar kurz an, drehten sich zu mir um und beruhigten mich mit den sanften Worten: „Keine Sorge, kleines Mädchen. Deine Familie vermisst dich sehr und wir wollen dir alle auch gar nichts Böses.“ Ich schluchzte noch einmal tief. Deine Familie, hatten sie gesagt. Deine Familie. Zwei Worte, die mir  immer und immer wieder durch den Kopf schwirrten. Zwei Worte, die mich glücklich machten. Ich lächelte, war froh, glücklich über zwei einfache Worte, beinahe so als könnten ganz kleine Wörter ein ganzes Leben verändern. Während ich tief in meinen Gedanken versunken war, fuhren die Männer weiter. Ich beschwerte mich nicht mehr. Wie unter Narkose gesetzt schlief ich langsam ein.

Schließlich saßen wir dort, alle zusammen, Taniki, Benjiro, Natsuki und ich! Eine Familie. Taniki stand auf, hob mich hoch und nahm mich auf den Arm „Na was sollen wir heute tun? Wollen wir in den Zoo fahren? Oder doch lieber ins Kino?“ Natsuki lachte. „Kinoooooo!“, rief ich fröhlich aus. Schließlich trug mich Taniki nach oben „Ziehst dir bitte etwas hübsches an?“ Sie öffnete mit einer freien Hand ein Zimmer und ich erblickte ein schönes helles Zimmer ganz in rosa gestrichen und an der Wand war, mit großen, roten Buchstaben, mein Name geschrieben. Anschließend lies mich Taniki runter, ich ging rüber zur Schublade, öffnete sie und dann…Ein schrecklicher Knall war zu hören, zu spüren. Es war so real. Das Einzige was ich dann noch sah war wie sie alle in meinem Blickfeld, von dieser heftigen Explosion, zerfetzt wurden. Mir wurde übel….ich wurde ganz bleich und dann….
Laut schreiend wachte ich auf. Ich war eingeschlafen. Was hatte ich da bloß geträumt? Ganz erschrocken bremste der Fahrer von den beiden Agentenmännern scharf. Beide sahen mich an. „Schlecht geträumt?“, fragten sie mit einem Unterton voller Sorgen. Ich nickte. „Keine Sorge, sind gleich zu Hause.“ Ich nickte erneut. Die Männer gaben mir ein so liebes Gefühl, das Gefühl, dass Natsuki und ihre Familie auch wirklich meine Familie waren. Ich lächelte. Die Angst flog davon. Dann hielten wir an. Beide Männer schauten noch einmal nach hinten, lächelten mich an und sagten: „So kleine Lady, wir sind daheim.“  Ich rührte mich nicht. Das Gefühl, das ich hatte war wie verflogen. Mist. Verdammt. Was wenn sie mich eher umbringen wollten, anstatt wieder zu sehen. „Natsuki…“, schon wieder murmelte ich ihren Namen. Ich hing schon wirklich sehr an ihr, dabei kannte ich sie kaum. Die Autotür auf meiner Seite wurde geöffnet, ich rührte mich noch immer nicht. Der schwarzgekleidete Mann mit den blonden Haaren hatte die Tür geöffnet, nun grinste er mich an, er bückte sich leicht über mich, machte meinen Sicherheitsgurt auf und flüsterte mir noch „Mi Lady wir sind da“ Dann hielt er schließlich seine Hand hin, die Autotür noch immer weit geöffnet. Schließlich lockerte ich meinen Blick, ich schaute zu seiner Hand, ich war mir unsicher. Was sollte ich nur tun? Ich war doch nicht irgendein Hollywood-Star der Hilfe beim Aussteigen brauchte. Ich war Yuki. Yuki, das eigentlich einsame, stille und verfluchte Mädchen aus Yahata, das keiner haben wollte. Verflixt! Hör auf über dich so fies zu denken, ermahnte ich mich.  Schließlich ergriff ich doch die Hand des Herren. „Keine Sorge“, beruhigte er mich. Ich schloss die Augen, er führte mich aus dem Auto und Hand in Hand führte er mich zur Tür des großen Anwesens. Schon wieder war ich hier. Böse Erinnerungen lauerten hier. Der Agent klingelte. Es erklang ein wundervoller Glockenton, schließlich hörte ich ein Poltern, es kam von innen. Kurz fragte ich mich, was dies gewesen sein könnte, doch die Antwort kam auch eigentlich schon gleich angerannt. Die Tür ging auf, ein Mädchen mit weit aufgerissenen und verheulten Augen starrte mich an, ihr Haar durchzaust, ihre Wangen rot und außer Atem war sie. „Yukiiiiiiiiiiiiiiiiii“, kreischte sie und umarmte mich fest und lange. Sie war froh mich zu sehen. Ich war auch sehr glücklich sie zu sehen und umarmte sie schließlich auch. „Wo warst du kleine Maus“, weinte sie. Ich sagte nichts. Schweigen. Ich konnte ihr wirklich ansehen, dass sie sich große Sorgen gemacht hatte. Ihre Sorgen war das vielleicht ein Zeichen dafür, dass sie mich mochte? Kurz lächelte ich, doch dann fing ich auch an bitterlich zu weinen. „Natsuki“, flüsterte ich leise, dies hörte sie trotz der vielen Schluchzer „Psssssht“, besänftigte sie mich „du bist daheim, dir passiert nichts schlimmes mehr, du bist bei uns. Zu Haus. Bei deiner Familie.“ Familie. Schon wieder erschallte es in meinem Kopf, wie auf Dauerschleife gestellt. Wir standen noch mindestens 5 Minuten dort draußen, auf der Veranda, kurz vor ihrer Tür, schließlich ließ sie los, nahm mich bei der Hand, bedankte sich bei den 2 Männern und wir gingen hinein. Die Männer kamen nicht mit rein. Sie warteten anscheinend draußen. Gut, abhauen konnte ich somit nicht mehr. Natsuki führte mich ins Wohnzimmer, Benjiro und Taniki saßen ebenfalls hier. Beide sehr erstaunt, dass ich wieder da war, ließen sie ihre Teetassen auf dem kleinen Tisch vor der Couch sinken. Beide lächelten mich an und schon kamen ihnen ebenfalls die Tränen. „Yuki“, murmelten sie alle beide leise, sie kamen auf mich zu, umarmten mich. Der wahrscheinlich emotionalste Tag in meinem ganzen Leben. Ich sah zu ihnen hinauf. „Ent-schuldi-…Entschuldigung“, stotterte ich leise. Sie hatten mich wahrscheinlich nicht gehört, aber so genau weiß ich das nicht. Auch sie ließen mich schließlich los, wischten sich die Tränen aus dem Gesicht. Noch nie hatte ich Leute erlebt, die wegen mir weinten. Natsuki nahm mich wieder an die Hand, zog mich mit sich zur Couch und setzte sich. Ich dagegen blieb vor ihr stehen, hielt aber noch immer ihre Hand. Sie lächelte mich an und nahm mich schließlich auf ihren Schoß. „Yuki…“, sprach Benjiro mit einer etwas ernsteren Stimme. Ich schaute ihn an, es tat mir weh ihn so zu sehen. Ich hatte ihm doch schon so viel Schaden zugefügt. Bitte, betete ich, bitte lass diese Familie glücklich werden, ganz ohne tragische Todesfälle. Benjiro sprach weiter „Yuki, nun, ehm, da du ja diesen Fluch hast.“ Er stockte. Wieso hörte er auf zu reden!? Er sollte verdammt nochmal sprechen! „Es geht darum, dass …klar ist schlimm seinen eigenen Tod gesehen zu haben. Sogar das Datum genau, nur Yuki…“ schon wieder. Ich schüttelte den Kopf „Wenn du nach einer Lösung dagegen suchst, …es gibt nichts, das hilft. Niemals werde ich normal leben können. Nie!“, sagte ich zuerst leise und schließlich immer lauter. Benjiro nickte „…mag sein, dass du schon vieles ausprobiert hattest dagegen, dennoch…sag niemals nie, Yuki.“ Mir kamen ein weiteres Mal die Tränen. „Yuki, versteh doch, du bist erst seit kurzem bei uns, aber glaube uns, wenn wir dir folgendes sagen….“, Taniki hatte das Wort ergriffen „wir lieben dich, so als wärst du unsere eigene Tochter.“ Diese Worte. Sie liebten mich wirklich, doch ich hatte sie verletzt, Benjiros Zeit lief langsam ab und ich war die Schuldige. „Entschuldigt bitte…aber ich bin müde“, sagte ich leise, denn es stimmte, ich war ehrlich todmüde. Alle drei nickten. „Ich bringe dich nach oben, Yuki“, sagte Natsuki mit ihrer sanften Stimme. Ich nickte „ok“. Ich hüpfte von ihrem Schoß, sie stand auf und nahm wieder meine Hand. Gemeinsam gingen wir die Treppe hinauf, bis ich schließlich auf der Treppe zusammenbrach, meine Kräfte verließen mich. Natsuki konnte grade noch mich fangen und nach oben tragen. Ein Glück, dass ich hier war, in einer warmherzigen Familie, welche mir wieder einen Sinn gab um weiter zu leben, aber wenn ich weiter leben würde, dann würde Benjiro schon bald sterben und ich würde es mitbekommen. Ich sollte mich revanchieren kam es mir in den Sinn. „Natsuki….“, flüsterte ich wieder. „Ja?“ „Bring mich um, Natsuki…“ Sie starrte mich an „Weshalb?“ „Das ist eine Lösung…um Benjiro am Leben zu lassen.“ Weiter starrte sie mich an „Sicher?“ Ich nickte. „Bring mich um oder ich tue es.“

abschluss_7

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