Teufelsblick geht in die nächste Runde… Kapitel 23!

Klopf Klopf..
– Wer ist da?
Ich bin’s
-Wer?
KAPITEL 23!!!!

Viel Spaß beim Lesen! 😉

Kapitel 23

Da war dieses Licht, ich sah es, doch ich konnte es nicht berühren. Ich lag irgendwo auf dem Rücken, aber wo wusste ich nicht.  Mich durchfuhr ein heftiger Schmerz. Mein Kopf pochte, atmen fiel mir schwer. War ich denn schon tot? Ich hörte nichts, nichts weiter als das Pochen in meinem Kopf. „Rette mich“, krächzte ich mit letzter Kraft und legte meine Hände gefaltet über meinen Bauch. Das Licht wurde heller und schließlich ergriff jemand meine Hände, beugte sich über mein Gesicht, lächelte mich mit Tränen in den Augen an und sagte irgendetwas zu mir, aber ich hörte es nicht. Wer war das nur und was hatte er zu mir gesagt?
Wieder durchzog mich eine stechende Höllenqual, danach verschwand das grelle Licht und somit auch mein Bewusstsein. Ich war nicht tot, oder?

„Du bist so ein tapferes Mädchen“, mit langsamen Schritten näherte sich mir eine Frau mit schönem, langem, gepflegtem und braunem Haar. Sie hatte blaue braune Augen und ein freundlicher Ausdruck lag auf ihrem Gesicht. Das war nicht echt, oder? Alles hier war doch nur reine Einbildung! Es konnte nur Einbildung sein… Bitte, wieso bestätigt denn keiner, dass ich so viel Schwachsinn träume. Der Anlass dafür, dass ich so dachte war die Umgebung, in der wir uns befanden. Es war wie eine Illusion, wie in einer Welt, in der sich nichts befand. Eine Art Raum aus Sternenstaub. Alles war blau und funkelte in seiner voller Pracht. Ein schöner Anblick, doch, ich musste zugeben, ich hatte schreckliche Angst. Mir stiegen die Tränen hoch. Die Mimik der Frau veränderte sich, in ihrem Gesicht konnte man Kummer und Trauer erkennen. „Weine nicht, meine Kleine.“ Ich schüttelte den Kopf. Sie hatte Recht, ich durfte nicht weinen. Nicht jetzt, denn ich musste endlich lernen stark zu sein. Sollte den Kopf nicht hängen lassen, meinen Stolz, meinen Mut und meine Ehre zeigen. Es war einfacher gesagt als getan, doch ich riss mich zusammen. Ich war der Racheengel, selbst wenn ich tot war, musste ich nun zeigen, dass ich meine Versprechen halten konnte. „Wo bin ich hier? Was mache ich? Und….wer sind Sie?“ Sie drehte sich um und es sah so aus als würde sie überprüfen, dass auch ja niemand an dem Gespräch teilhatte. Nur war das doch völlig unsinnig, wir waren gefangen in irgendeinem Universum außerhalb der wahren Welt. Sie wendete sich wieder zu mir und flüsterte „Hab keine Angst. Ich weiß, es ist nicht schön irgendwo im Nirgendwo rumzulaufen und zu denken, man sei hier gefangen. In Wirklichkeit möchte ich dir bloß eine Kleinigkeit beibringen, danach kannst du wieder hier weg.“
Ich war völlig hin und weg. „Ich glaub Sie haben mich missverstanden“, gab ich kühl zurück.
Das störte sie allerdings nicht, denn sie lächelte noch immer „Wenn ich dir sagen würde, wo wir hier uns befänden, würdest du mir eh nicht glauben.“
Und sie hatte Recht. All das hier schien so irreal, das war doch alles bloß ein dummer Traum von mir.
Und wieder begann sie zu flüstern „Breite deine Flügel aus.“
Langsam wurde es lächerlich.
„Wie bitte?“
„Zeig wer du wirklich bist.“
Hatte die einen an der Klatsche? „Wovon reden Sie?“
„Von deinen wahren Kräften, Yu-ki“
Ohja, sie hatte einen mächtig an der Waffel, jetzt teilte sie sogar schon meinen Namen in Silben. Moment! Woher kannte sie meinen Namen?
Als könne sie Gedanken lesen, sagte sie noch immer im freundlichen Ton „Ich kenne dich von klein an.“
Mittlerweile wurde mir das Gespräch mit der Fremden immer unheimlicher. Ich wollte nur noch weg von dort. „LASS MICH GEHEN!“, schrie ich die eigentlich nette Frau an.
„Lass mich einfach nur gehen..“, meine Stimme ließ nach, ich wurde langsam heiser und brachte letztendlich nur noch ein Krächzen über meine Lippen.
„Du bist also noch nicht so weit“, wisperte die Frau „gut, wir sehen uns ein andermal wieder. Auf Wiedersehen, kleiner Sonnenschein.“ Und mit diesen Worten zerbröckelte die kleine Fantasiewelt wieder und tauchte ein in ein helles Licht. Dann war Stille und ich wartete auf meinen nächsten Schrecken.

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