Noten – Schrecken aller Zurückhaltenden.

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Selbst wenn ich an sich echt gute Noten schreibe, erwarte ich so gut wie nie Glanzleistungen auf meinem Zeugnis, schließlich spielt auch die mündliche Leistung eine große Rolle beim Bilden einer Note. 
Leider, leider, gehör ich denen an, die lieber das Wissen für sich behalten – Hand heben… ist nicht. 

Sicherlich denken sich nun die meisten Das ist doch gar nicht schwer, einfach melden, was sagen und damit hat es sich. Für mich ist aber so etwas mit viel Überwindung verbunden und es fällt mir oftmals sehr sehr schwer, besonders bei Sachen, bei denen ich mir partout nicht sicher bin. 

Warum gibt es bloß Noten? Für mich sind das lediglich irgendwelche Zahlen bzw Wörter, die absolut gar nichts über den Charakter einer Person aussagen, nein nicht mal das Talent wird damit bewertet, mit Noten sieht man lediglich wie dich irgendwelche Lehrer bewertet haben und das ganz bestimmt nicht objektiv, wie es eigentlich sein muss. Keiner kann mir sagen, dass Lehrer komplett objektiv bleiben können. Jeder bewertet nach Sympathie – mal mehr, mal weniger. 

Ich bin dafür, dass man Noten abschafft und dafür kleine individuelle Texte für jeden einzelnen Schüler erstellt, damit man von dem jeweiligen Schüler bei zum Beispiel Bewerbungen mehr erfährt. Hilfsbereit, Introvertiert, Sportlich, Künstlerisch begabt. All das hätte dann wieder mehr Bedeutung. 
Natürlich hat das seine Nachteile, aber gerade diese Nachteile würden vermutlich Schüler dazu motivieren etwas zu ändern. So könnte zum Beispiel aus Stets verträumt ein stets aufmerksam werden oder aus faul wird motiviert.
man würde mit so viel mehr Eifer an die Sache gehen und sich bemühen gute Bewertungen/Bemerkungen zu ergattern. 
Bei Noten ist man direkt demotiviert, falls es mal in Deutsch oder Mathe mal nicht die Note gibt, die man zunächst erwartet hatte und schließlich hört man wieder die üblichen Floskeln eines jeden Schülers von wegen Ich kann genauso gar nichts machen, die Frau bewertet mich eh nur schlecht. 
Oder man führt wieder „Kopfnoten“ ein, die das bewerten, was wirklich später einmal gefordert wird.
Später interessiert es doch keinen ob man nun eine 5 oder eine 1 in Mathe hatte, es sei denn man studiert Mathe, aber hauptsache der Schnitt stimmt… die meisten Unis aber erwarten einen Schnitt von 1 Komma übertrieben und wie soll man sowas erreichen wenn man schlichtweg schüchtern ist?! o_o Genau…gar nicht! 

Bitte bitte liebes Bildungsministerium, kümmern Sie sich um das Schulsystem,
kümmern Sie sich um das Leben ihrer Zukunft! 😦 Ich wäre Ihnen sehr verdankbar. 

Nun, meine lieben Leser ~ Ich entschwinde und setze mich wieder an meine Hausaufgaben, die sicherlich keinen interessieren. 
Eure Elfi♥

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5 Gedanken zu „Noten – Schrecken aller Zurückhaltenden.

  1. Genau das Problem hatte ich auch, und bei jeder Zeugnisvergabe den Vortrag, dass meine Noten ja noch besser wären, wenn ich mich mündlich mehr beteiligen würde, bla-bla… Warum kann man nicht Menschen mit ihren Eigenheiten respektieren, manche sind nun mal zurückhaltend, die haben dann halt andere Stärken.

    • ja genau
      die schüchternen sind dann meistens ja auch die die dann schriftlich besser sind und sich unter beweis stellen können, aber nein,das will ja niemand verstehen 😦

  2. Hmm, also ich melde mich hier mal als eine die eigentlich immer davon profitiert hat, mündliche Noten zu kriegen. Für mich ist das schwierig, zu wissen, dass es manchen Leuten Probleme bereitet, während ich eigentlich ganz gut damit klarkomme. Ich denke aber, dass mündliche Noten durchaus eine Aussagekraft haben. Bei einigen meiner Klassenkameraden (genau genommen, Leute aus meinen Kursen, da ich jetzt in der Kursstufe ja keine Klasse mehr habe) nützt es ja nichts, dass sie so eine große Klappe haben, sie haben dann trotzdem nicht die besten Noten. Ich denke, man merkt schon doch, wer wirklich was weiß und wer nicht. Und die meisten Lehrer sind fair. Die lassen mich oft gar nicht drankommen, weil sie wissen, dass ich sehr viel weiß und geben dann lieber anderen eine Chance und rufen auch mal jemanden auf, der sich nicht von selbst meldet. In Erdkunde, Englisch, Gemeinschaftskunde und Deutsch erlebe ich das sehr oft. Ich denke, der Haken an der ganzen Geschichte ist, dass dieses System sehr Lehrerabhängig ist und davon, ob die Lehrer wirklich nach der Wissensleistung oder persönlicher Sympathie bewerten und das ist schwierig, weil es dann so funktioniert wie die Hauspunkte in Hogwarts und letztendlich keinen Sinn ergibt.

    lg Mulan

      • Naja, soweit ich mich erinnern kann, wird doch meistens die schriftliche Note schwerer gewichtet oder? Von Laberfächern wie Gemeinschaftskunde mal abgesehen. Ein hundertprozentig faires Notensystem zu schaffen, muss man erst mal hinkriegen. Ich mag unser System auch nicht ganz, aber ich finde mündliche Noten deshalb sinnvoll, weil sie dem Lehrer die Möglichkeit geben, jemandem, der eine Arbeit vollkommen versemmelt noch die Note irgendwie zu retten. Ich hatte das mal in Biologie, da habe ich eine 5+ in der Arbeit gehabt und hatte dann doch eine Drei im Zeugnis. Natürlich werden die Noten dadurch relativiert, es verweht Leuten, die nicht beides können, die Chance auf wirklich gute Noten. Aber ich finde, Leuten, die im Unterricht immer aufmerksam mitmachen und alles wissen (und du hast ja mündlich schon allein für’s mitmachen immer noch eine ganz passable Note, also nichts wofür du dich schämen müsstest, oder?), den Mut haben, sich zu melden und dabei ihre Klassenarbeiten sauber abliefern, haben schon irgendwo Würdigung verdient. Zurückhaltung wird selten belohnt. Aber irgendwas ist immer. Ich finde es nervig, dass ich in Mathe Klassenarbeiten schreiben muss, weil ich Formeln und Methodik während der Klassenarbeit nicht mehr zusammenbekomme. Ich wünschte, es würde reichen, wenn ich meiner Klassenlehrerin anders zeigen könnte, dass ich es verstanden habe und weiß, wie es geht. Aber irgendetwas ist ja immer. Und ich könnte rumjammern und sagen, das ist gemein und unfair, die Wahrheit ist, dass ich in Mathe die letzten anderthalb Jahre echt schlampig und faul gearbeitet habe und bei vielen Dingen nicht genug geübt habe um mir das zu merken.

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